2020

Wie wir durch den Frühling und den Sommer kamen

Nun haben wir schon Oktober in diesem besonderen Jahr… Eine schwierige Zeit liegt hinter uns allen, und keiner weiß, ob es nicht auch noch eine Weile in dieser Weise weitergeht. Bisher haben wir diese Monate gut gemeistert, und wir können alle stolz auf uns sein. Denn seit dieser Zeit leben wir quasi im Dauer-Ferien-Modus, – womit die Bedeutung der Ferien sich dadurch natürlich völlig verändert hat.

Eine besondere Härte stellte es dar, dass am Anfang der Pandemie nicht einmal die Eltern, Angehörigen und Geschwister zu Besuch kommen durften. Das traf vor allem die Eltern hart, deren Kinder gerade erst im Februar aufgenommen worden waren. Später konnten Kontakte draußen im Freien stattfinden und im Sommer dann auch wieder in bestimmten Räumlichkeiten. Auch Ehrenamtliche, die für die Kinder ja auch eine Bedeutung im Sinne sozialer Kontakte haben oder unsere Kooperationspartner waren erst einmal außen vor und sind es teilweise weiterhin. Die Inklusion ist somit ziemlich auf Eis gelegt. Bisher konnten wir Corona aus den Wohngemeinschaften dank unserer guten Hygienekonzepte heraushalten. Sehr großzügig wurden wir von vielen hilfsbereiten Menschen unterstützt, die uns Alltagsmasken nähten oder auch Einmalmasken und Schutzschilde mit mutmachenden Briefen zuschickten. Das hat uns sehr berührt. Mitarbeiter mit Erkältungssymptomen werden großzügig getestet und dürfen danach wieder arbeiten. Obwohl wir eine Zeit lang nicht einmal ins Außengelände durften, konnte hier aufgrund der Intervention von Dr. Lindmayer beim Gesundheitsamt eine auf uns zugeschnittene Regelung gefunden werden. Auch die Kultur kam nicht ganz zu kurz: So führte die Yehudi-Menuhin-Gesellschaft im Sommer für uns ein kleines Klassik-Open-Air-Konzert draußen auf dem Spielplatz auf. Im August konnte eine Gruppe sogar auf eine Ferienfreizeit fahren, nachdem wir im Frühling alle diese Aktivitäten abgesagt hatten. Im Moment arbeiten wir in zwei Kohorten (1.Stockwerk und 2.Stockwerk) und versuchen hier eine Vermischung zu vermeiden, was auch gut gelingt. In alternierender Folge besuchen die Kinder den Kindergarten und die Schule, so dass jedes Kind immer eine Woche hier ist und eine Woche beschult wird. Während wir mit den Kindern zusammen sind, tragen wir Einmalmasken, so dass manche Kinder bestimmt mittlerweile glauben, dass ein Gesicht nur noch aus zwei Augen besteht. Oder sie haben sich mittlerweile umorientiert und wundern sich, wenn sie wieder einmal ein Gesicht komplett sehen mit Mund und Nase und allem, was dazu gehört…
Martin Schmitt

Rohbaufest am 31.Januar 2020

Jetzt scheint alles nach Plan zu gehen… So fand am 31.1.2020 wie vorgesehen das Rohbaufest für das neue Gebäude der Sozialpädagogischen Wohngemeinschaften in der Kussmaulstr.25 statt. Nicht nur die Würdenträger aus Stadt und Landkreis, sondern auch viele Kinder als zukünftige Bewohner, Mitarbeiter, Lehrer und nicht zuletzt Mitglieder von RolliKids waren zugegen.
Herr Hafner, Geschäftsführer der Reha-Südwest, betonte, dass es sich tatsächlich um einen echten Meilenstein handelt, diesen Tag nun begehen zu können, gab es doch in der Vergangenheit ganz viele Verzögerungen und Verhinderungen. In seiner Schilderung über die Historie des Bauvorhabens ging er auf die Historie des Bauvorhabens ein. Sehr erfreut zeigte er sich darüber, dass der Neubau durch die SWR 3 – Herzenssache in großzügiger Weise gefördert werden wird.
Nach verschiedenen Grußworten bildete eine kleine Ansprache von Dr. Lindmayer den Abschluss des offiziellen Teils. Dieser bezog sich auf seinen persönlichen Werdegang und darauf, wie er selber den Weg in das jetzige Wohnheim gefunden hatte. Und er forderte alle Anwesenden dazu auf, mit ganzer Kraft dazu beizutragen, dass die Kinder auch in den neuen Räumen ein echtes Zuhause finden mögen und einen „magischen Ort“, wie er ihn selber oft empfunden hatte. Dies gelte es zu bewahren und weiter zu entwickeln.
Nach dem Richtspruch durch die Bauherrin vom Gerüst aus gab es Gelegenheit, in den ersten Stock hinauf zu steigen und sich ein erstes Bild von den räumlichen Dimensionen und den Ausmaßen des Dachgartens zu machen. Kurz nach 12 Uhr ging nach einer kleinen Stärkung ein bedeutendes Ereignis zu Ende, – und die Bauarbeiter übernahmen wieder das Gelände.
(Januar 2020)
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Ein besonderer Besuch im Mercedes-Benz Werk Wörth

Im März 2020 konnten sich gleich zwei Organisationen über großzügige Spenden aus dem Mercedes-Benz Werk Wörth freuen: Das Kinderhaus „Blauer Elefant“ aus Landau und die RolliKids e. V. mit Sitz in Karlsruhe. Bei einer kleinen Feierstunde am 03.03.2020 um 12:30 Uhr im Gastronomiegebäude des Werkes Wörth trafen sich Frau Brunner von StarCare, dem Mercedes-Benz nahestehenden gemeinnützigen Verein zur Unterstützung von Kindern, Herr Dr. Jurytko, der Standortleiter des Daimler Truck Werkes Wörth, Herr Diehl, Abteilungsleiter des Lieferantenmanagements, und Herr Schmitt von den RolliKids zu einer symbolischen Spendenübergabe. Diese Spende konnte von den Erlösen aus einem Adventskonzert von 2018 realisiert werden. Nach einer Würdigung der von den beiden Einrichtungen geleisteten Arbeit durch Herrn Dr. Jurytko und einem Statement der Institutionsvertreter mit einer kurzen Beschreibung der Zielsetzung des Vereinsengagements fand bei einem gemeinsamen Imbiss ein informeller Austausch in netter Atmosphäre statt. Wir bedanken uns ganz herzlich, nicht nur für diese besondere Spende, sondern auch für die hohe Wertschätzung, die uns hier entgegengebracht wird.